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Die 5 goldenen Regeln der SEO

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Suchmaschinenoptimierung „leicht” gemacht

Suchmaschinenoptimierung ist ein äußerst komplexes Thema. Doch wer grundsätzliche „Geheimnisse” der Optimierung kennt, kann bereits mit relativ geringem Aufwand sichtbare Erfolge erzielen.


Anforderungen

  • Gute Basiskenntnisse in HTML
  • Gute Basiskenntnisse in CSS

1. Semantische Trennung von Inhalt und Layout

In den letzten Jahren hat das Web einen enormen Wandel durchgemacht. Von ersten Websites die aus purem Text und primitiven HTML-Formatierungen bestanden sind wir über komplexe Tabellenlayouts und totale Fehlnutzung bestimmter HTML-Tags wieder an einem Punkt angelangt, an dem es nötig ist sich auf die Grundwerte von HTML zu besinnen.
Das aufkommen von Layouts ohne Tabellen mit Hilfe von CSS trägt dazu bei, dass Inhalt und Layout getrennt voneinander behandelt werden und betrachtet werden können. Komplizierter Code wird dank geschickter Stylesheets entschlackt, HTML dient wieder nur der Formatierung von Inhalten. Ich möchte hier keine komplexe Anleitung zur Erstellung solcher „Div + CSS”-Layouts geben, doch sei an dieser Stelle erwähnt dass sie gerade für Suchmaschinenoptimierung eine perfekte Ausgangslage darstellen.


Im Laufe der Entwicklung wurde es durch eine schiere Datenflut im Internet immer schwieriger, gewünschte Informationen zu finden. Suchmaschinen entwickelten sich weiter und arbeiteten komplexer um diese überwältigende Datenmenge zu verarbeiten und aufzubereiten.
So kommt es auch dazu, dass gerade Google mit schlankem Code und einer hohen Text-to-Code-Ratio sympatisiert. Ein gutes Verhältnis von (wertvollem) Inhalt zu (wertlosem) Code ist ein essentielles Kriterium für die Suchmaschinentauglichkeit einer Website.
Bereits aus diesem Grund empfiehlt sich eine Optimierung der Website hinsichtlich dieses Kriteriums. Doch zusätzlich bieten semantisch getrennte Websites ungeahnte Vorteile: Die Wartung verringert sich um ein Vielfaches, da zentral verwaltete Stylesheets seitenübergreifend eingesetzt werden können. Sehbehinderte Nutzer, die sich Webseiteninhalte über Screenreader vorlesen lassen, profitieren von einer syntaktisch und semantisch sinnvoll aufgebauten Website immens. Nicht zuletzt profitiert jeder Nutzer von dieser Art der Suchmaschinenoptimierung zusätzlich in Form von kürzeren Ladezeiten.


2. Content, das A und O der Suchmaschinenoptimierung

Sicher. Eine Seite wie Google wird auch ohne viel Inhalt beim Suchwort „Suchmaschine” einen der ersten Ränge belegen. Doch Faktoren die zu diesem Umstand beitragen sind wesentlich komplizierter zu Beeinflussen als der Faktor Content.
Jede Website versucht auf eine individuelle Art und Weise Inhalt an den Nutzer zu vermitteln. Doch vielen gelingt es dabei nicht dies auch Suchmaschinenoptimiert zu tun. Hinter der suchmaschinenfreundlichen Erstellung von Texten für Websites steckt viel Arbeit und Planung, die bereits vor der Veröffentlichung einer Seite getan werden sollte.
Nachdem man sich über das Thema der Website im Klaren ist, sollte man beginnen relevante Keywords zu ermitteln. Welche Begriffe sollen Suchmaschinennutzer googlen um mich zu finden? Mit welchen Begriffen kann ich mich in den oberen Rängen der Suchmaschinen platzieren? Für eine kleinere Webpräsenz mit etwa 20 Seiten Content empfehle ich die Spezialisierung auf 5-7 Keywords beziehungsweise Keysentences. Die Spezialisierung auf mehrere kombinierte Schlüsselwörter kann oftmals ungeahnten Erfolg bringen. Immer mehr Suchmaschinennutzer spezialisieren ihre Suche durch Verwendung mehrer Suchbegriffe. Auch lichtet sich die Konkurrenz bei Begriffen wie „Handwerker in München” wohl wesentlich eher als beim sehr allgemeinen Suchwort „Handwerker”. Für viele Branchen und Bereiche lassen sich so sinnvolle Keywordkombinationen finden, die gemeinsam optimiert werden sollten.


Jede Contentseite sollte auf maximal 1-2 Keywords beziehungsweise Keysentences spezialisiert sein. So ist gewährleistet, dass die Suchmaschinen die nötige Relevanz dieser Seite erkennen. Durch eine konsistente aber nicht übertriebene Platzierung der gewünschten Suchbegriffe kann der Erfolg weiter gesteigert werden. Praxiserprobt hat sich eine Keyword-Density (Dichte der Schlüsselbegriffe) von etwa 5-7% bewährt. Keyword-Stuffing ist eine ungern gesehene Praxis und beschreibt das übertrieben häufige Platzieren von Suchbegriffen innerhalb einer Seite. Das ist nicht nur für Besucher extrem nervig, sondern kann im schlimmsten Fall mit dem Ausschluss aus dem Google-Suchindex bestraft werden.


3. Nutze jeden Raum der zur Verfügung steht!

Als wichtigste Position für Keywords dient immernoch das title-Attribut des Heads. Als Eyecatcher soll es auf Suchergebnisseiten die Aufmerksamkeit der User auf sich ziehen. Doch auch Suchmaschinen lassen dem Title eine hohe Bedeutung zukommen - als erster Spiegel der Website muss sein Inhalt relevant und treffend, aber dennoch knapp und präzise formuliert sein. Eine title-Länge von etwa 60-80 Zeichen hat sich als gutes Maß etabliert. Zu kurze Title sind Verschwendung, zu lange hingegen werden von Suchmaschinen abgetrennt und von Benutzern ohnehin nicht mehr gelesen.
Auch der Name der Domain kann zu einem besseren Ranking beitragen. Prägnante und themenrelevante Top-Level-Domains sind zwar immer schwerer zu bekommen, doch ihre Wirkung auf die Position in der Suchmaschine ist nicht zu unterschätzen. Gerade bei hart umkämpften Suchbegriffen kann die Domain den entscheidenden Schubs nach vorne geben.


Als weiterer (immernoch unterschätzter Ort für Optimierungsmaßnahmen ist eine geschickte Verzeichnisstruktur zu nennen. Durch relevante Ordnernamen und Dokumentenbezeichnungen kann selbst die Adresse einer Seite zur Suchmaschinenoptimierung genutzt werden.

Einfaches Beispiel:
http://lizzardsweb.de/suchmaschinenoptimierung/suchmaschinen_tipps.php
ist wesentlich effektiver, als kriptische Pfadangaben wie:
http://lizzardsweb.de/4347/artikel.php?id=34

Natürlich ist die nachträgliche Optimierung hinsichtlich dieses Punktes zeitintensiv und erfordert eine komplette Umstellung der Verzeichnisstruktur. Das schreckt ab ;)


4. Ein technischer Trick - ModRewrite

Modernen Suchmaschinen sind dynamisch generierte Websites ein echter Dorn im Auge. Da dynamisch für Suchmaschinen gleichbedeutend zu sein scheint mit „Vergänglich” lassen sie statischen und somit „permanenten” Websites eine höhere Bedeutung zukommen. Nichts desto Trotz lieben Suchmaschinen oft aktualisierte Websites. Nur schwer lassen sich diese beiden Welten in Einklang bringen, da gerade größere Webprojekte unmöglich „von Hand” aktuell gehalten werden können.
Hier kommt ModRewrite ins Spiel. Dieses Modul des Apache Webservers bietet eine Methode der versteckten Umwandlung von URLs und ermöglicht es so, Suchmaschinen (und auch normalen Benutzern) dynamische Websites als statisch vorzugaukeln. Bekannte Blogsysteme wie Wordpress bieten Plugins die diese Aufgabe mit Bravour erledigen. Nutzer erhalten relativ einfach merkbare URLs und Suchmaschinen wird eine vermeindlich statische Website vorgesetzt.


Um ModRewrite nutzen zu können, benötigt man nichts weiter als ein Dokument namens „.htaccess” im Root-Verzeichnis des Webservers. Oftmals ist dieses Dokument bereits vorhanden und wartet nur darauf, mit Angaben gefüttert zu werden. ModRewrite nutzt dabei reguläre Ausdrücke um vom Nutzer (oder von Suchmaschinen) angeforderte URLs nach vordefinierten Regeln umzuschreiben und weiterzuleiten. Zur genaueren Erstellung einer solchen ModRewrite-Regel sei auf Devmag.net verwiesen.

Hier ein Beispiel einer einfachen .htaccess zur „Umwandlung von .php in .html”

RewriteEngine on
RewriteBase /

RewriteRule ^(.*)_(.*).html$ $1.php?id=$2 
RewriteRule ^(.*).html$ $1.php

5. Publicity - Mach deine Website zum Star!

Neben all den genannten Maßnahmen der OnPage-Optimierung gibt es auch außerhalb der „eigenen vier Wände” eine Menge zu tun: OffPage-Optimierung ist ein enorm wichtiger Bestandteil jeder Suchmaschinenoptimierung und erklärt, wie auch Seiten ohne offensichtlichen Content im Ranking die oberen Plätze belegen können.
Verlinkungen, Linkpartner, Links in Forensignaturen und schon der simple Eintrag der eigenen Seite in einen Link-Katalog kann für die nötige Publicity sorgen. Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt und der Erfolg wird nur durch die eigene Aufopferungsbereitschaft bestimmt. Es gibt hierbei keine Faustregeln. Doch merken kann man sich auf alle Fälle: Je mehr Verlinkungen von themenrelevanten Websites die eigene Internetpräsenz hat, desto besser. Je mehr Nutzer relevante Keywords bei Google suchen und auf deine Website klicken, desto besser. Je mehr Nutzer deine Seite weiter empfehlen desto besser. Recht viel mehr lässt sich hier nicht sagen.


Schlusswort

Trotz der Länge dieses Artikels ist das Thema Suchmaschinenoptimierung bei weitem noch nicht erschöpft. Ich bin weder auf den Google-Spezifischen PageRank eingegangen, noch habe ich den Leser hier über alternative Methoden wie AdWords oder Professionelle Werbeprogramme für Websites hingewiesen. Auch die OnPage-Optimierung lässt sich noch in vielen Bereichen weiter ausführen und vertiefen.
Dennoch hoffe ich, dass diese „kurze” Übersicht dennoch einen groben Überblick über die Essenz der Suchmaschinenoptimierung geben konnte, ohne dabei wesentlichste Aspekte außer Acht zu lassen.



Dieser Artikel wurde verfasst von Martin Reithmayer.
Der Artikel ist am 04.01.2008 um 22:25 Uhr veröffentlicht worden und wurde bislang 0 mal kommentiert.
Tags: SEO



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Martin ReithmayerSchon seit vielen Jahren beschäftige ich mich aktiv mit Webgestaltung und der Arbeit unter Linux. Dieser Blog dient mir als Sprachrohr, meine Erfahrungen und Eindrücke aus ver­schiedensten Bereichen rund um den Computer an interessierte Anwender weiterzugeben. Blümchen um das Ende des Absatzes zu Kennzeichnen



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