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5 Kurztipps für Ubuntu-Neulinge

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Hardy Heron schnell und einfach eingerichtet

Aller Anfang ist schwer - mit den richtigen Tipps kann man das Potential von Ubuntu schnell ausschöpfen und man erspart sich viel Frust der häufig beim Linux-Einstieg (insbesondere aus der Windows-Welt) aufkommt. Diese Tipps sind aus einigen Wikis und Foren zusammengetragen und wurden unter Ubuntu 8.04 getestet.


Anforderungen

  • Ubuntu 8.04
  • Kenntnisse über das Ausführen einfacher Konsolenbefehle
  • Gnome als Desktop-Manager

1. Grundsätzliches Einrichten der Tastatur

Bereits bei der Installation von Ubuntu legt man das gewünschte Tastatur-Layout fest. Populär sind die Layouts „Eliminate Dead Keys” und „No Dead Keys”, wobei ich hier ersteres bevorzuge, da sich mit dem zweiten Tastatur-Layout keine Zirkumflexe mehr über Buchstaben darstellen lassen. Dafür muss man den Zirkumflex sowie die Tilde zweimal betätigen, um dieses Zeichen einzeln darzustellen. Um die Tastatur an die eigenen Vorlieben anzupassen, empfiehlt sich ein kurzes Konsolenkommando:

gnome-keyboard-properties

Es wird ein umfangreicher Einrichtungsassistent für das Tastatur-Layout aufgerufen, in dem sich auch spezielle Verhaltensweisen der Tastatur beim Drücken verschiedener Tasten (Strg, Umschalt, etc.) kontrollieren lassen.


2. Einrichten zusätzlicher Tasten der Tastatur

Besitzt man ein Multimedia-Keyboard mit zusätzlichen Tasten zum Steuern von Mediaplayer, Email-Software und Browser empfiehlt sich die Verwendung von keytouch. Dieses kleine Tool kennt viele verschiedene Tastaturmodelle und richtet Multimediatasten schnell und einfach ein. Da keytouch in den Ubuntu-Paketquellen enthalten ist, geht die Installation auch entsprechend einfach von statten:

sudo apt-get install keytouch

Dieser kurze Befehl installiert keytouch. Nach dem Start wählt man nun sein Tastaturmodell (z.B. Logitech Internet Navigator) und nach einem Neustart des X-Servers (Strg + Umschalt + Return) sind die Tasten dann benutzbar.


3. Einrichten von Maustasten

Eine normale 5-Tasten-Maus (Links, Rechts, Mausrad) wird unter Ubuntu in der Regel fehlerfrei und ohne zusätzliche Einrichtung funktionieren. Sobald Zusatztasten wie Vor- und Zurücktasten an der Maus belegt werden müssen, empfiehlt sich eine Anpassung der Xorg.conf, die Ubuntu-eigene Konfigurationsdatei für Eingabegeräte und Peripherie. Eine sehr gute Anleitung (für verschiedene Ubuntu-Versionen) befindet sich hier: wiki.ubuntuusers.de/evdev. Der hier verwendete Maustreiber „evdev” hat sich in meinen Tests stets als sehr zuverlässig und leicht konfigurierbar herausgestellt.


4. Steuern verschiedener Audiokanäle mit dem Gnome-Mixer

Der beliebte Mediaplayer Amarok ermöglicht mit Xine und ALSA ein einwandfreies Soundvergnügen in verschiedensten Lautsprecher-Anordnungen. Satte Bässe und ein wohlklingendes Sound-Setup sind allerdings Zusatzeinstellungen die sich für Anfänger selten ohne weiteres Anpassen lassen. Hat man sich allerdings seinen Sound-Mixer einmal eingerichtet, leistet er bei der Soundkonfiguration gute und vor allem leicht zu bedienende Dienste. Per

gnome-volume-control

Das Sound-Kontrollcenter von Gnome startet das Sound-Kontrollcenter in dem sich sämtliche Lautstärkeregler des Systems steuern lassen. Per Bearbeiten > Einstellungen kann man eine Liste aller verfügbaren Tonregler öffnen. Hier wird allerdings nur ein Bruchteil der verfügbaren Tonregler benötigt. Für ein 5.1-Surround-System benötigt man folgende Regler: Master, Bass, Front, Surround, Center, LFE und Wave.
Die vielleicht unverständlichen Bezeichungen „Surround” und „LFE” bezeichnen die hinteren Lautsprecher, bzw. die „Low Frequency Effects” also alle Tieftöne < 120Hz (Im Prinzip der Subwoofer).


5. Ersatz für Windows-Programme

Aller Umstieg ist schwer: Gerade mit Windows-Vorbelastung ist man eingespielt in Microsoft-Software wie Word, Excel, Outlook oder dem Internet Explorer. Doch auch die Linux-Gemeinde bietet leistungsstarke Software - und das zum Nulltarif.
Ich möchte hier nur eine grundsätzliche Empfehlung verschiedener Programme abgeben, die für den grundsätzlichen Büro-PC geeignet ist.

Emails & News: Mozilla Thunderbird
Browser: Mozilla Firefox
Terminverwaltung: Mozilla Sunbird

Textverarbeitung: Open Office
Bildbearbeitung: GIMP
einfacher Texteditor: Gedit

Messenger: Pidgin
Mediaplayer: Amarok und Totem
Brennsoftware: Brasero
Scannen: XSane

Webserver: Apache, MySQL, PHP5
Webentwicklung: Eclipse

Das Beste: All diese Programme sind bereits in den Ubuntu-Quellen vorhanden, und können einfach per Synaptic installiert werden.


Ich hoffe, diese kurze Übersicht hat die ersten Schritte in Ubuntu erleichtert und zeigt, dass ein Umstieg auf ein neues Betriebssystem nicht mit unüberwindbaren Problemen verbunden sein muss. Für Support und Hilfe kann ich zudem das Ubuntuusers-Forum empfehlen.



Dieser Artikel wurde verfasst von Martin Reithmayer.
Der Artikel ist am 29.07.2008 um 15:58 Uhr veröffentlicht worden und wurde bislang 0 mal kommentiert.
Tags: Tipps und Tricks



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Martin ReithmayerSchon seit vielen Jahren beschäftige ich mich aktiv mit Webgestaltung und der Arbeit unter Linux. Dieser Blog dient mir als Sprachrohr, meine Erfahrungen und Eindrücke aus ver­schiedensten Bereichen rund um den Computer an interessierte Anwender weiterzugeben. Blümchen um das Ende des Absatzes zu Kennzeichnen



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